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Grossratswahlen 2022

Grossratswahlen 2022
Samuel Kullmann, Jakob Schwarz, Johann Ulrich Grädel, Ernst Tanner, Katharina Baumann (v.l.)

Am 27. März 2022 finden die Gesamterneuerungswahlen des Grossen Rates und des Regierungsrates statt. Alle 5 Personen der EDU-Grossratsfraktion stellen sich gerne für eine weitere Legislatur zur Verfügung. Hier geben sie Auskunft dazu, wie sie ihre politische Arbeit gestalten und erleben und warum sie motiviert sind, dran zu bleiben.

 

Jakob Schwarz, Katharina Baumann, Johann Ulrich Grädel, Ernst Tanner, Samuel Kullmann

Hier kommen EDU-Leute zu Wort, die sich in der lokalen Politik engagieren.

Diesen Themen habe ich in den vergangenen 3 Jahren besondere Aufmerksamkeit geschenkt:

Jakob Schwarz (JS): Als Mitglied der Gesundheits- und Sozialkommission beschäftige ich mich fortwährend mit Themen in diesem Bereich. Als Fraktionschef bin ich in einigen weiteren Kommissionen und Ausschüssen dabei; von der organisatorischen Vorbereitung der Session bis zu Vorstellungsgesprächen bei Richterwahlen.

 

Katharina Baumann (KB): Meine Hauptthemen drehen sich rund um Energie-, Bildungs- und Sicherheitsfragen. Auch als Frau, Mutter und Grossmutter stehe ich gerne mit Werten ein.

 

Johann Ulrich Grädel (JUG): Geld regiert die Welt. Daher bin ich in der Finanzkommission immer darauf bedacht, den Kanton Bern nicht noch mehr zu verschulden. Oft bin ich die entscheidende Stimme – das macht Mut.

 

Ernst Tanner (ET): Meine zugeteilten Direktionen in unserer Fraktion sind Wirtschaft und Landwirtschaft, sowie Bau und Verkehr. In meiner beruflichen Tätigkeit arbeite ich bei Landwirten und auf dem Bau. Das gibt mir den Bezug, diese Themen aus der Praxis besser beurteilen zu können.

 

Samuel Kullmann (SK): Unter anderem habe ich mich für die Bekämpfung des Menschenhandels eingesetzt, beim 5G-Mobilfunk Risiken und das Mitspracherecht von Gemeinden und Bevölkerung thematisiert und mich für Gesundheitsförderung und Stärkung der Prävention stark gemacht.

Da konnte ich etwas bewegen:

JS: Die Befreiung der Pistenfahrzeuge von der Motorfahrzeugsteuer konnte mit etwas Geduld doch noch erreicht werden. Die Bewertungskriterien für die amtliche Bewertung müssen dank meiner überwiesenen Motion überarbeitet werden.

 

KB: Aktuell war ich gerade mit dem Thema Wasserstoffmobilität erfolgreich. Eine von der EDU gestaltete Planungserklärung zur Energiestrategie wurde überwiesen. Dies führte zu zwei überparteilichen Motionen, die ich nun beide mitformulieren konnte.

 

JUG: Ich bin dafür bekannt, dass ich mich kurz und bündig halte. Damit trage ich dazu bei, den Rat etwas effizienter zu machen.

 

ET: Ich war Mitmotionär beim Vorstoss «Keine weiteren Poststellen-Schliessungen». Das Geschäft war zur Behandlung für die Wintersession 2020 geplant und wegen fehlender Zeit in die Frühlingssession 2021 verschoben worden. Zu meinem Erstaunen wurde die Motion deutlich angenommen. Richtungsänderungen wird es bei der Post leider kaum geben. Uns war aber wichtig, dass der Unmut mehrerer Postkunden thematisiert wird.

 

SK: Nach mehreren Jahren hat sich der Grosse Rat aufgrund meiner Vorstösse wieder mit der Frage beschäftigt, wie Menschenhandel im Kanton Bern bekämpft werden kann. Konkret habe ich das zunehmende Problem der Loverboy-Kriminalität aufgegriffen, worauf die Bildungs- und Kulturdirektion die Präventionsarbeit in diesem Bereich verstärkt hat und daran ist, Schulen und Lehrpersonen für dieses Thema zu sensibilisieren.

Diese Anliegen will ich im Grossen Rat weiterverfolgen oder neu einbringen:

JS: Ich werde aufmerksam verfolgen, was mit dem überwiesenen Auftrag betreffend amtliche Bewertung geschieht und schauen, dass die Umsetzung nicht auf die lange Bank geschoben wird.

 

KB: Sicher werde ich mich weiterhin um Energiethemen kümmern. Energie ist kostbar und wertvoll, sie prägt unser Leben und wir wollen der Schöpfung gegenüber Verantwortung übernehmen. Die EDU kann mit unabhängigen und zielführenden Lösungen die Politik mitgestalten.

 

JUG: Die Finanzen werden durch Corona stark strapaziert. Wir werden sicher ein Sparprogramm erarbeiten müssen.

 

ET: Ich werde mich weiterhin für Recht und Gerechtigkeit einsetzen. Wenn ich einen neuen Vorstoss beabsichtige, werde ich das zunächst in der Fraktion besprechen.

 

SK: Viel zu viele Kinder und Jugendliche werden nach wie vor Opfer von sexuellem Missbrauch. Die «Pornofizierung» der Gesellschaft trägt massiv zu diesem Problem bei. Ich werde mich für bessere Prävention und Jugendschutz einsetzen.

Eine erfreuliche Erfahrung, die ich in letzter Zeit in meiner politischen Arbeit machen durfte:

JS: Es ist immer wieder möglich, parteiübergreifende Allianzen zu bilden, um politisch etwas zu bewirken.

 

KB: Durch persönliche Offenheit und auch etwas Schalk, ist mir gegenüber ein allgemein wohlwollendes Vertrauen gewachsen. Unter dieser Voraussetzung ist es schön, der EDU ein Gesicht zu geben.

 

JUG: In Huttwil haben wir im Städtli eine Tempo 30-Zone ohne Fussgängerstreifen. Das war für die Schüler und für ältere Leute nicht ideal. Durch ein Telefonat mit der richtigen Person konnte rasch und unkompliziert ein Zebrastreifen realisiert werden.

 

ET: Bei zwei unterschiedlichen Bauprojekten stockten 2020 die Verhandlungen im Baubewilligungsverfahren wegen unterschiedlichen Ansichten einer Fachgruppe und der Bauherrschaft. In beiden Fällen konnten wir mit den betroffenen Ämtern und den Bauherren vor Ort für beide Seiten eine gangbare Lösung finden. Beide Familien waren dankbar für meine Unterstützung.

 

SK: Während der Corona-Krise gab es viele Unsicherheiten, es entstanden verschiedene Lager mit extrem unterschiedlichen Ansichten und tiefem Misstrauen gegeneinander. Ich habe den Eindruck, dass ich immer wieder vermittelnd wirken kann.

Ein «Lehrblätz», aus dem Grossen Rat:

JS: Zu Beginn meiner Grossratstätigkeit gab es das eine oder andere Votum, das ich heute nicht mehr so formulieren würde.

 

KB: Die EDU-Fraktion ist im Rat gut eingebunden. Unsere fünf Stimmen sind wichtig, oft mehrheitsentscheidend und wir werden mit unseren Werten wahrgenommen. Viele Medien verschweigen uns jedoch konsequent. Das finde ich sehr schade, weil es uns für die Öffentlichkeit unsichtbar macht.

 

JUG: Nur gut vorbereitet kann man mitreden. Es zählen aber die Abstimmungen und nicht die vielen Worte.

 

ET: Im Jahr 2013 habe ich mit einer überwiesenen Motion im Grossen Rat vielen Hauseigentümern eine Vereinfachung bei Umbauten von alten Gebäuden ermöglicht - was auch von mehreren Personen begrüsst wurde. Einzelne Personen haben mir aber auch ihren Unmut unmissverständlich kundgetan und machen mir deswegen immer noch Schuldzuweisungen. «Allen Menschen recht getan, ist ein Ding, das Grossrat Tanner auch nicht kann.»

 

SK: Mit einigen Vorstössen bin ich deutlich abgeblitzt. Ich habe vor, zukünftig noch stärker auf eine breite parteipolitische Abstützung zu achten und die Verwaltung und Regierungsmitglieder nach Möglichkeit in die Erarbeitung von Vorstössen einzubeziehen. Dadurch erhoffe ich mir bessere Chancen, für Anliegen im Grossen Rat eine Mehrheit zu finden.

Deshalb stelle ich mich für die Grossratswahlen vom März 2022 gerne wieder zur Verfügung:

JS: Obwohl es für mich oftmals eine grosse Herausforderung ist, alles unter einen Hut zu bringen, wirke ich gerne in diesem Kanton politisch mit. Es ergeben sich viele persönliche Kontakte und ich erlebe auch innerhalb des Grossen Rats eine grosse Wertschätzung.

 

KB: Die Erfahrung im Rat und auch in der Sicherheitskommission geben mir Basis, dass ich mich auch künftig gerne einbringen und investieren möchte.

 

JUG: Da ich das Geschäft der jüngeren Generation übergeben habe, finde ich mehr Zeit, um mich in der Politik einzubringen. Ich will mich zum Wohl des Volkes und der Grosskinder engagieren.

 

ET: Ich will weiterhin mithelfen, den vorhandenen Spielraum bei Baubewilligungsverfahren auch in ländlichen Regionen für die Bauherren zu nutzen. Jeder, der etwas bauen will, soll, seiner Zone entsprechend, gleichbehandelt werden.

 

SK: Die Arbeit als Grossratsmitglied ist sehr vielseitig und spannend. Ich schätze die verschiedenen Möglichkeiten, die man bei der Mitgestaltung der Politik des Kantons Bern hat.

 

Impressum

EDU KANTON BERNDas Interview ist erschienen im Standpunkt Nr. 4 / April 2021, Berner Teil

Adresse: Erlenauweg 17, 3110 Münsingen

T 031 991 40 40

Mail info@be.edu-schweiz.ch

Mein Einsatz für meinen Ort

Ursula Vögeli - Steckbrief
Ursula Vögeli - Steckbrief
Martina Käser - Steckbrief
Martina Käser - Steckbrief
Markus Kern - Steckbrief
Markus Kern - Steckbrief
Lars Keller - Steckbrief
Lars Keller - Steckbrief

Hier kommen EDU-Leute zu Wort, die sich in der lokalen Politik engagieren. Sie leisten wertvolle Arbeit, sie bilden die Basis, ohne die keine politische Partei funktionieren könnte. In dieser Standpunkt-Ausgabe geben Ursula Vögeli, Martina Käser, Markus Kern und Lars Keller Einblick in ihre politische Arbeit und äussern sich zu den Grossratswahlen 2022.

 

Alle 4 Personen haben die jeweils gleichen Satzanfänge mit persönlichen Worten weitergeschrieben.

 

An meinem Ort und an meiner Region mag ich besonders …

 

Ursula Vögeli (UV): … die ländliche Gegend, den persönlichen Kontakt und meine Arbeit im Dorfl aden Frauenkappelen als Stellvertretung der Ladenleitung.
Martina Käser (MKae): … die schönen Berge und den See direkt vor der Haustüre zu haben.
Markus Kern (MKe): … den Blick gegen Süden auf die gewaltige atemberaubende Bergkulisse.
Lars Keller (LK): … die Nähe zur Stadt und der Natur.

 

Ich bringe mich in die Politik ein, weil …

 

UV: … nur damit etwas verändert werden kann.
MKae: … ich so regional mitwirken und biblische Werte vertreten kann. Zudem sehe ich so hinter die Kulissen des Schulsystems.
MKe: … es mein Wunsch ist, meinem Gott der Bibel ein Gesicht und eine Stimme zu geben.
LK: … es herausfordernd ist, den Mut und die Überzeugung braucht, die biblischen Werte hoch zu halten, ohne dabei auch die Alltagspolitik aus den Augen zu verlieren.

 

Gründe zur Dankbarkeit in meiner politischen Arbeit sind …

 

UV: … meine motivierten und innovativen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
MKae: … dass wir in Spiez einen gläubigen Hauptschulleiter und eine gläubige Gemeindepräsidentin haben.
MKe: … dass unsere Ortspartei auch in Mindestbesetzung ihr Bestehen aufrechterhalten konnte.
LK: … neue Beziehungen und Kollegschaft en im Parlament zu knüpfen.

Wenn ich eine Enttäuschung bewältigen muss, ...

UV: … frage ich mich, weshalb ich mich so täuschen konnte und mache das Beste daraus.
MKae: … darf ich diese im Gebet Gott abgeben und zuversichtlich sein, weil alles in Gottes Händen liegt.
MKe: … ist es oft mals ein langer Weg, einen neuen Blickpunkt zu fi nden. Ich will an Gott bleiben und mit Freunden unterwegs sein.
LK: … dann fi nde ich, nebst der Ermutigung vom Heiligen Geist, die Unterstützung bei meiner Frau.

 

Ich mache Politik im Namen der EDU, weil …

 

UV: … die kleine Partei eine gute Ergänzung in der Politlandschaft ist.
MKae: … die EDU die einzige politische Partei ist, welche sich kompromisslos an Gottes Wort orientiert.
MKe: … die biblischen Werte in mir wie auch in der Gesellschaft lebensbringende Konfrontationen bewirken können.
LK: … sie die einzige Partei ist, die die christlich- biblischen Werte und Massstäbe ohne Kompromisse hochhält.

 

Meine nächsten wichtigen Themen sind …

 

UV: … Ortsparteien zu gründen, die bestehenden Ortsparteien auszubauen, die Mitglieder zu motivieren, an den Wahlen teilzunehmen.
MKae: … schwierig zu benennen, da ich im GGR neu gestartet bin. Fürs erste plane ich eine einfache Anfrage für eine Natureisbahn in der Gemeinde Spiez.
MKe: … die Gemeindewahlen diesen Herbst. Für den Sitzerhalt im Gemeindeparlament GGR braucht es unseren ganzen Einsatz!
LK: … Planungsmehrwerte von neuen Einzonungen richtig umsetzen, ohne einen steuerlichen Nachteil für die Eigentümer zu generieren.

 

Meine Rolle bei den Grossratswahlen vom 27. März 2022 sehe ich darin, …

UV: … viele motivierte Kandidaten und Kandidatinnen auf der Liste zu haben, die ein gutes Resultat erzielen.

MKae: … die Kandidierenden im Gebet zu unterstützen.
MKe: … unterstützend bei den geplanten Aktivitäten Mittelland Süd mitzuarbeiten.
LK: … die Region Mittelland Nord mit ihren Interessen zu vertreten.

DAS WAHLZIEL LAUTET «5+1»

 

EDU-Grossrat Samuel Kullmann blickt auf die kommenden Grossratswahlen und erklärt, worauf es dabei ankommt. Und EDU-Fraktionspräsident Jakob Schwarz zeigt auf, warum es für die EDU Kanton Bern so wichtig ist, als Fraktion im Grossen Rat vertreten zu sein.

Am 27. März 2022 finden die nächsten Grossratswahlen statt. Der Kantonalvorstand hat als Wahlziel "5+1" definiert. Oberste Priorität hat die Verteidigung der bisherigen fünf Mandate, dazu wollen wir einen Sitzgewinn realisieren.

Die Bedeutung der Fraktion; von Jakob Schwarz, EDU Fraktionspräsident

Um eine Fraktion zu bilden, braucht es mindestens fünf Grossratsmitglieder, diese können auch aus verschiedenen Parteien sein. Die EDU hat seit den Grossratswahlen 2006 eine eigene Fraktion. Wie wichtig dies für unsere politische Arbeit ist, zeigen die folgenden Rechte und Möglichkeiten, die wir dank der Fraktion haben:

 

• Mitgliedschaft im Büro des Grossen Rats. Das Büro organisiert den Ratsbetrieb und priorisiert beispielsweise vorliegende Vorstösse mittels Dringlichkeitserklärung. Vertreten sind die Vorsitzenden der 8 Fraktionen und der 8 ständigen Kommissionen.

 

• Ausschuss der Justizkommission für die Richterwahlen. Der Ausschuss führt die Vorstellungsgespräche und prüft die Aualifikationen der Bewerbenden für alle Gerichte bis zum Obergericht. Jede Fraktion hat eine Vertretung in diesem Achtergremium.

 

• 3 Sitze in verschiedenen Kommissionen, welche die Ratsgeschäfte vorbereiten. Die EDU hat in der Finanzkommission (FiKo), Gesundheitsund Sozialkommission (GSoK) und der Sicherheitskommission (SiK) je einen Sitz inne.

 

• Einsitz ohne Stimmrecht in den übrigen 5 Kommissionen, bei Beratung von Gesetzen und Berichten des Regierungsrats.

 

• Redezeit bei allen Geschäften des Grossen Rats von 5 Minuten pro Fraktion oder 3 Minuten für Einzelsprecherinnen und -sprecher.

 

• Redezeit bei Richtlinienmotionen bei reduzierter Debatte. 3 Minuten pro Fraktion, kein Rederecht für Einzelne.

 

• Jährlicher Fraktionsbeitrag von 41’500 Franken.