Vernehmlassungen 2019

Übersicht

Staatskanzlei des Kantons Bern

Das neue Kantonale Geldspielgesetz

"Kanton unterstützt gemeinnützige Vorhaben weiterhin mit Lotteriegeldern"

21. Februar 2019 – Medienmitteilung; Regierungsrat

 

Seit Anfang 2019 gilt das neue Bundesgesetz über Geldspiele. Der Regierungsrat nimmt dies zum Anlass, das über 25 Jahre alte kantonale Lotteriegesetz vollständig zu überarbeiten und an das neue Bundesrecht anzupassen. Gemeinnützige Vorhaben, vornehmlich aus den Bereichen Kultur und Sport, sollen weiterhin aus Lotteriemitteln unterstützt werden.

Stellungnahme der EDU Kanton Bern

Sehr geehrter Herr Hirte

Sehr geehrte Damen und Herren

 

Wir bedanken uns für die Möglichkeit, zum neuen Geldspielgesetz Stellung nehmen zu können. Die EDU Kanton Bern unterstützt den Gesetzesentwurf, wie ihn der Regierungsrat in die Vernehmlassung gegeben hat. Das neue kantonale Geldspielgesetz stellt eine wichtige und notwendige Anpassung an neues Bundesrecht dar und berücksichtigt die aktuellen gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen im Geldspielbereich. Die EDU begrüsst besonders, dass mit Artikel 13 sinnvolle Sanktionsmöglichkeiten aus dem Lotteriegesetz übernommen und in Artikel 23 Massnahmen gegen die Spielsucht definiert werden.

 

Wir danken Ihnen für die Kenntnisnahme.

 

Für Rückfragen: EDU Kanton Bern, Belp, Tel. 031 991 40 40 / Mail

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Vernehmlassungen 2019

 

Änderung der Verordnung über den Finanz- und Lastenausgleich (FILAG)

28. Februar 2019 – Medienmitteilung; Regierungsrat

 

Mit der Erlassänderung soll die vom Grossen Rat am 6. September 2018 im Rahmen der Beratung des Berichtes des Regierungsrates «Erfolgskontrolle FILAG» überwiesene Planungserklärung Saxer (FDP) umgesetzt werden. Die Planungserklärung verlangt, den seit 2012 geltenden Wert des harmonisierten Steuerertragsindexes (HEI) für den Vollzug der Mindestausstattung auf unter 86 zu senken. Der Schritt soll dazu beitragen, Gemeindefusionen zu fördern.

 

Die Finanzdirektion sieht vor, dem Regierungsrat zu beantragen, den für den Vollzug der Mindestausstattung massgebenden harmonisierten Steuerertragsindex per 1. Januar 2020 von 86 auf 84 zu senken. Gemäss Simulationsrechnung wird die Anpassung folgende Auswirkungen haben:

 

  • Der Gesamtbetrag der Mindestausstattung sinkt von 33,2 Millionen Franken um rund 9,1 Millionen Franken auf 24,1 Millionen Franken
  • Die Anzahl der anspruchsberechtigten Gemeinden verringert sich von 163 auf 139 Gemeinden
  • Bei keiner Gemeinde betragen die Mindereinnahmen mehr als 1 Steueranlagezehntel
  • Die Vorlage hat für den Kanton in den Jahren 2020 ff. Minderausgaben von jährlich rund 9,1 Millionen Franken zur Folge

 

Der Regierungsrat wird die Änderung voraussichtlich Anfang Juli 2019 verabschieden.

 


 

Belp, 13. Mai 2019

Vernehmlassung zur Verordnung über den Finanz- und Lastenausgleich (FILAV)

Sehr geehrte Damen und Herren


Wir bedanken uns für die Möglichkeit, zur Änderung der Verordnung über den Finanz- und Lastenausgleich Stellung nehmen zu können.


Gemäss Artikel 11 Absatz 2 des Gesetzes über den Finanz- und Lastenausgleich haben Gemeinden, welche nach dem Disparitätenabbau einen harmonisierten Steuerertragsindex (HEI) unter einer bestimmten Mindesthöhe aufweisen, Anspruch auf eine Mindestausstattung.

 


Auf Grund der vom Grossen Rat knapp überwiesenen Planungserklärung Saxer (FDP) beantragt die Finanzdirektion dem Regierungsrat den für den Vollzug der Mindestausstattung mass-gebenden HEI per 1. Januar 2020 von 86 auf 84 zu senken.
Die EDU Kanton Bern lehnt diese Änderung kategorisch ab. Die EDU-Fraktion hat die Planungserklärung bereits bei der Behandlung im Grossen Rat einstimmig abgelehnt.


Für die EDU Kanton Bern besteht kein Zusammenhang zwischen der finanziellen Mindest-ausstattung einer Gemeinde und einem allfälligen Fusionspotenzial. Die angestrebte Senkung entzieht vor allem den Gemeinden im ländlichen Raum rund 9.1 Millionen Franken und trifft auch grössere Gemeinden die keinen Fusionsbedarf haben. Gut funktionierende und bestens verwaltete Gemeinden dürfen nicht generell bestraft werden, nur weil sie eine unterdurch-schnittliche Steuerkraft aufweisen.


Wir bitten den Regierungsrat, auf die geplante Senkung des massgebenden HEI zu verzichten.


Wir danken Ihnen für die Kenntnisnahme.


Mit freundlichen Grüssen
Sonja Steinmann
Sekretariat EDU Kanton Bern

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Vernehmlassungen 2019

 

Teilrevision Notariatsgesetz

 

Notariatsgebühren künftig nach Zeitaufwand

18. Januar 2019 – Medienmitteilung; Regierungsrat

 

Im Kanton Bern sollen Notariatsgebühren künftig nach Zeitaufwand berechnet werden. Im Gegenzug sollen Notarinnen und Notare ihren Beruf neu auch in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft (AG) oder einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung(GmbH) ausüben können. Eine entsprechende Änderung des Notariatsgesetzes befindet sich in der Vernehmlassung.

 

-> Weitere Details

Vernehmlassung Teilrevision Notariatsgesetz

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Sehr geehrte Damen und Herren

 

Wir bedanken uns für die Möglichkeit zur Stellungnahme.

Grundsätzlich

Obwohl die EDU-Fraktion die Vorstösse, welche zu der vorliegenden Revision des Notariatsgesetzes geführt haben, im Grossen Rat mehrheitlich abgelehnt hat, steht die EDU Kanton Bern einer moderaten Änderung des Notariatsgesetzes nicht grundsätzlich negativ gegenüber. Insbesondere die in den Vorstössen geforderte mögliche Unterschreitung des Mindesttarifs sollte in gewissen Fällen möglich sein. Die vorgeschlagene Fassung sieht aber nun nicht nur eine Unterschreitung des Rahmentarifs vor, sondern will einen radikalen Systemwechsel bei der Berechnung der Entschädigungen. Wie auch im Vortrag des Regierungsrats erwähnt, sehen wir ein grosses Risiko, dass es zukünftig im ländlichen Raum weniger Notariate geben wird, weil kleinere Notariate verschwinden werden. In der vorliegenden Fassung lehnen wir deshalb die Teilrevision des Notariatsgesetzes ab.

Neues System der Notariatsgebühren

Der vorgeschlagene radikale Systemwechsel bei der Entschädigung der bernischen Notare, wie vom Regierungsrat vorgeschlagen, lehnen wir ab. Diese Änderung wird zur Folge haben, dass eine Zentralisierung der Notariate in Richtung Stadt und Agglomeration stattfinden wird, da keine Quersubventionierung von aufwändigen aber von der Sache her kleinen Geschäften mehr möglich sein werden zu grossen Geschäften mit kleinem Aufwand. Gerade im ländlichen Raum sind viele Rechtsgeschäfte kompliziert, weil kleine Grundstücke oder auch Waldparzellen mit Dienstbarkeiten und Rechten belegt sind, welche für den Notar viel Aufwand in der Bearbeitung, aber wenig Ertrag bedeuten. Das aktuelle Gebührensystem bietet schon heute Spielraum für einen Wettbewerb, indem den Notariaten ein gewisses Ermessen zusteht, wie hoch sie die Gebühren festlegen wollen, das heisst ob sie die Minimal-, Mittel- oder Maximalgebühren anwenden. Wir könnten uns eine weitere Öffnung gegen unten vorstellen, wie das in der letzten Beratung im Grossen Rat im Jahr 2005, bereits diskutiert wurde. Demnach könnte in besonderen Fällen ein zusätzlicher Abzug gewährt werden, insbesondere wenn die Gebühr dem Aufwand krass widerspricht, weil mehrere gleichartige Geschäfte verurkundet werden oder wenn die Gebühr zu einer unbilligen Härte für die Klientschaft führen würde.

Neuregelung Unabhängigkeit und Unvereinbarkeit

Die neu geschaffene Möglichkeit zur Bildung von Notariatsgemeinschaften begrüssen wir.

Liegenschaftsvermittlung generell mit dem Notariatsberuf vereinbar

Dass Notare neu auch als Liegenschaftsvermittler tätig sein könnten, lehnen wir klar ab. Das Ansehen und die Anerkennung der Notare als Rechtsperson dürfen nicht untergraben werden. Die gleichzeitig nötig werdende strenge Ausstandsregelung führt zu einer grossen Rechtsunsicherheit.

Revisionspflicht und Wahlvoraussetzungen

Die vorgeschlagenen Änderungen werden begrüsst.

 

Wir danken Ihnen für die Kenntnisnahme.

Mit freundlichen Grüssen

EDU Kanton Bern

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Vernehmlassungen 2019

 

Gesetz über den Fonds zur Finanzierung von strategischen Investitionsvorhaben

Der stark steigende Investitionsbedarf des Kantons Bern in den Jahren 2022–2027 soll teilweise mit Mitteln aus einem neuen Fonds finanziert werden.

 

Der Regierungsrat hat die Vernehmlassung zur für die Schaffung des neuen Fonds notwendige Gesetzesvorlage eröffnet. - Medienmitteilung vom 08.11.2018

Stellungnahme der EDU Kanton Bern

Vernehmlassung zum Gesetz über den Fonds zur Finanzierung von strategischen Investitionsvorhaben (FFsIG)

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Sehr geehrte Damen und Herren

 

Wir bedanken uns für die Möglichkeit, zum Gesetz über den Fonds zur Finanzierung von strategischen Investitionsvorhaben Stellung nehmen zu können.

Grundsätzlich

Die gesamtkantonale Investitionsplanung weist für die Jahre 2019-2028 über 300 Projekte aus, welche in den Jahren 2022-2027 zu einer eigentlichen Investitionsspitze führen. Die Finanzierung dieses Investitionsbedarfs ist aus heutiger Sicht nicht sichergestellt, weshalb der Regierungsrat beantragt, einen Fonds zu schaffen und um rund 300 Mio. zu äufnen.

Weiteres Vorgehen

Die EDU Kanton Bern hat bisher immer alle Fondslösungen abgelehnt. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass mit Fondsgeldern oftmals weniger sorgfältig umgegangen wird, als mit Mitteln aus dem ordentlichen Finanzhaushalt und bei Sparbemühungen werden fondsfinanzierte Ausgaben meist verschont. Mit dem vorgeschlagenen Fonds werden keine zusätzlichen Mittel generiert, was unweigerlich zu einer Schuldenzunahme führen wird und aus unserer Sicht eine Umgehung der geltenden Schuldenbremse bedeutet. Aus diesen Gründen lehnen wir auch diesen vorgeschlagenen Fonds ab. Die geplanten Investitionen sind zu priorisieren und zu etappieren, damit sie für den Finanzhaushalt des Kantons Bern verkraftbar sind.

 

Wir danken Ihnen für die Kenntnisnahme.

 

Mit freundlichen Grüssen

Sekretariat EDU Kanton Bern

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