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Septembersession 2017| EDU befürwortet revidiertes Landeskirchengesetz

EDU-STANDPUNKT OKTOBER 2017 | von Jakob Schwarz, Grossrat

 

Der Regierungsrat hatte dem Grossen Rat in der Septembersession 2015 einen Bericht zu «Kirche und Staat im Kanton Bern» unterbreitet. Der Grosse Rat unterstützte damals den Regierungsrat in den Bestrebungen, die eine Weiterentwicklung des Verhältnisses von Kirche und Staat, jedoch keine vollständige Trennung von Kirche und Staat vorsahen. Er beauftragte den Regierungsrat, im Rahmen der heutigen Verfassung das Kirchengesetz aus dem Jahr 1945 einer Totalrevision zu unterziehen.

 

Das nun dem Grossen Rat vorgelegte Gesetz verfolgte primär das Ziel, die Autonomie der Landeskirchen zu stärken, indem diese beispielsweise ihre Geistlichen inskünftig selber anstellen und entscheiden, wie die entsprechenden Stellenprozente auf die Kirchgemeinden verteilt werden. Auch die Finanzierung wurde auf eine neue Grundlage gestellt.

 

Die EDU-Fraktion unterstützte praktisch in allen Punkten die vorgelegte Fassung von Regierung und vorberatender Kommission. Einzig bei den finanziellen Beiträgen hätten wir uns gewünscht, dass diese nicht an das Lohnsummenwachstum des Kantons gekoppelt werden, sondern beispielsweise an die allgemeine Teuerungsentwicklung.