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Bild: Martin Stucki
Bild: Martin Stucki

Wintersession 2. - 20. Dezember 2019

Sessionen (Überblick)

Über diese Session

 

Unser Nationalrat: Andreas Gafner

Gafner Andreas
Gafner Andreas

Wohnort: 3765 Oberwil im Simmental

Alter: 48 Jahre

Familie: Verheiratet mit Kathrin, 3 erwachsene Töchter

Beruf: Meisterlandwirt

Freizeit: Singen und Sport

Typisch für mich: Stets gute Laune.

«INTAKTE FAMILIEN SIND DIE BASIS DER GESELLSCHAFT. WER IN DIE FAMILIE INVESTIERT, GESTALTET DIE ZUKUNFT.»

 

Andreas, dein Name steht auf der EDU-Wahlliste an erster Stelle. Was ist deine Motivation, ein Mandat im Nationalrat anzustreben und bei den Wahlen anzutreten? Die EDU muss wieder im Nationalrat vertreten sein, da will ich mithelfen. Ich bin schon seit meiner Jugend politisch aktiv und interessiert und liebe die Herausforderung.

Während 12 Jahren hast du dich als Präsident von Gemeinde und Gemeinderat in Oberwil im Simmental engagiert. Welche  Herausfordernden aber auch erfreulichen Ereignisse hast du besonders in Erinnerung? Wir hatten zwei grössere Naturereignisse zu bewältigen, wo man als Gemeindepräsident stark gefordert wird. Erfreulich war vor allem das Miteinander, gerade in Stresssituationen Ruhe zu bewahren, hat sich gut bewährt. Bei der Umstrukturierung der Gemeindeverwaltung habe ich viel gelernt, wir konnten finanziellen Spielraum gewinnen und in der Folge immer positive Rechnungsabschlüsse präsentieren.

 

Gibt es Grundsätze und Prinzipien, die du persönlich gewonnen hast und die du in deinem politischen Handeln erfolgreich angewendet hast? Offen kommunizieren ist ein wichtiger Grunsatz in der Politik. Ehrlichkeit, Sachlichkeit und gesunder Menschenverstand sind Prinzipien, die mir wichtig sind.

Welche Erfahrungen und welches Wissen des alt Gemeindepräsidenten Andreas Gafner könnten für Nationalrat Andreas Gafner hilfreich sein? Pack es einfach an. Man kann jedoch nicht alles regeln, aber der Einsatz lohnt sich.

Ergänze bitte die folgende Aussage

Diese politischen Themen sind mir persönlich wichtig:

Landwirtschaftspolitik, Familienpolitik, Finanzpolitik

Dies deshalb, weil

  • … Landwirtschaft mein Thema ist und die Agrarpolitik auf nationaler Ebene gemacht wird
  • die Familienarbeit zu wenig gewürdigt und abgegolten wird.
  • … gesunde Finanzen die Grundlage eines funktionierenden Staates sind.

Die Landwirtschaft ist dir ein grosses Anliegen. Du führst selber einen Betrieb und bildest Lehrlinge aus. Welche Art von Landwirtschaft betreibst du, was ist dir wichtig? Als Stufenbetrieb im Berggebiet betriebe ich Milchwirtschaft und Kälbermast. Die steilsten Flächen habe ich extensiviert, das heisst, dass gewisse Leistungen erbracht werden, um ökologische Elemente zu fördern. Die anderen Flächen werden intensiv bewirtschaftet und mit dem anfallenden Hofdünger gedüngt. Ich setze nach Möglichkeit keine chemischen Spritzmittel ein, die Unkrautbekämpfung erfolgt zum grossen Teil manuell.

Was gefällt dir an deiner Arbeit als Landwirt? Die Arbeit im Freien ist immer wieder schön. Wenn der Frühling kommt und die Vegetation in Fahrt kommt, ist das immer wieder ein Wunder der Schöpfung das einfach passiert.

 

Wo liegen für dich, aber auch für die Schweizer Landwirtschaftsbetriebe allgemein die aktuellen Herausforderungen? Gerade der tiefe Konsummilchpreis drückt bei vielen Landwirten auf die Moral. Ich erhalte momentan nicht einmal mehr 50 Rappen pro Kilogramm Milch. Die laufenden Änderungen in der Agrarpolitik und auch der Strukturwandel bringen Probleme mit sich. Die Betriebe werden grösser und müssen laufend den neuen Bedingungen angepasst werden, etwa hinsichtlich der Tierschutzvorschriften. Auf vielen Betrieben ist auch das Zusammenleben der Generationen eine Herausforderung und braucht viel Verständnis von beiden Seiten.

 

Was sagt deine Familie zu deiner Kandidatur für den Nationalrat? Sie steht hinter mir.

Seit 25 Jahren bist du mit Kathrin verheiratet, ihr seid Eltern von drei Töchtern. Wie denkst du über die Familie und deren Stellenwert in unserer Gesellschaft? Als kleineste Zelle der Gesellschaft leistet die Familie unbezahlbare Arbeit für den Staat. Die Familienarbeit sollte besser honoriert werden. Stabile Familienverhältnisse geben Halt und Stabilität im Leben.

Kannst du dir auch freie Zeit für dich nehmen? Falls ja, was unternimmst du?

In meiner Freizeit singe ich im Gospelchor oder in der Lobpreisband mit, oder bin sportlich unterwegs. Im Winter oft mit meinen Brüdern und Freunden auf Langlaufskis oder im Sommer mit Bike oder zu Fuss in den Bergen.

Betrieb der Familie Gafner in Oberwil im Simmental. Bild: zvg
Betrieb der Familie Gafner in Oberwil im Simmental. Bild: zvg
Bikesport und Landwirtschaft: Beides gehört zu Andreas. Bild: zvg
Bikesport und Landwirtschaft: Beides gehört zu Andreas. Bild: zvg