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Standpunkt Nr. 11 | November 2019

Standpunkt Nr. 11 2019 BE Teil
Standpunkt Nr. 11 2019 BE Teil

 

Ein erfreulicher Tag für die EDU

Liebe Leserin, lieber Leser
Auch wenn die Berechnungen im Büro der EDU Kanton Bern über den ganzen Wahlsonntag hoffen liessen, kam der befreiende Moment doch erst kurz vor 21 Uhr: «Gewählt ist Andreas Gafner!» Die Freude war gross.


Die EDU führte einen leidenschaftlichen Wahlkampf. Frauen und Männer engagierten sich vielfältig für eine werteorientierte Politik. Die Anstrengungen wurden durch eine breite Listenverbindung tatkräftig unterstützt. Herzlichen Dank allen Mitkämpfern! Der Wiedereinzug in den Nationalrat wird der EDU in der ganzen Schweiz neuen Schub verleihen. Angesichts der anstehenden wichtigen politischen Fragestellungen, ich denke etwa an das «Zensurgesetz» oder Ehe für alle, wird es eine gestärkte EDU brauchen, um die Glaubens-, Gewissens- und Gewerbefreiheit sowie die traditionelle Ehe erfolgreich verteidigen zu können. Mit Andreas Gafner werden unsere Anliegen in Bundesbern kompetent und konsequent vertreten werden.

Im Namen der Geschäftsleitung wünsche ich Andy Gafner in seinem neuen Amt als Nationalrat viel Freude, Kraft und Gottes Segen. Und ich danke allen, welche die EDU in diesem Wahlkampf unterstützt haben und das auch in Zukunft tun.

Hans Moser, Präsident EDU Schweiz

Wahlen 2019

Die EDU kehrt in den Nationalrat zurück

Ein erfreulicher Tag für die EDU: Sie konnte am 20. Oktober im Kanton Bern einen Nationalratssitz gewinnen. Mit dem dreifachen Vater und Meisterlandwirt Andy Gafner aus Oberwil i. S. ist sie nach achtjähriger Absenz wieder im eidgenössischen Parlament vertreten.
Vom Mediendienst der EDU

mit Gratulationen von Werner Scherrer, Christian Waber, Markus Wäfler und Andreas Brönnimann, den vormaligen EDU- Vertretern im Nationalrat

Geschafft!

Die EDU Kanton Bern lud am Wahlsonntag, bereits ab 14 Uhr, alle Interessierten zum offiziellen Wahltreffen in Münsingen ein. Für diesen Anlass wurde das Auditorium des Gebäudes gemietet, in dem sich die Büroräumlichkeiten der kantonalbernischen EDU befinden. Rund 30 Personen verfolgten den Ausgang der Wahlen mit Spannung und freuten sich am Treffen mit Freunden. In der Cafeteria gab es Kaffee, Tee, Mineralwasser und als Verpflegung feine Crêpes von Steinmanns. Der Politologe und Grossrat Samuel Kullmann kommentierte das Wahlgeschehen kompetent. Die neusten Resultate pro Ort und Wahlkreis wurden laufend auf die Leinwand gebeamt. Wie freuten wir uns, als gegen 21 Uhr definitiv feststand, dass Andy Gafner als EDU-Nationalrat gewählt war! Auch der Präsident Peter Bonsack, die anwesenden Vorstandsmitglieder und Hans Moser als Präsident der EDU Schweiz zeigten sich dankbar und erleichtert. Gott sei Dank!

Zahlen und Fakten zu den NRW 2019

Wähleranteile EDU: BE 4,0 % (mit Listenverbindung), SH 3,4 %, TG 2,8 %, ZH 1,6 %, TI 1,1 %.

Selten wurde so viel versprochen wie bei den diesjährigen Nationalratswalen.


Einige Wahlslogans:

  • «Wer Kosten und Prämien senken will, wählt CVP»
  • «Mit Ritterherz und Edelmut» (Die Musketiere)
  • «Vorwärts kommen ohne Lobbyisten!» (Die Unabhängigen)
  • «Seit 100 Jahren mit Leidenschaft für Mensch und Umwelt» (EVP)
  • «Unser Klima. Deine Wahl» (Grüne)
  • «Es ist Zeit!» (Grünliberale)
  • «Wir sind jung und brauchen die Zukunft» (junge Grünliberale)
  • «konsequent feministisch! Für die 99 %» (Juso)
  • «Be free! Be wise. Be you. Be future» (Jungfreisinnige)
  • «Für einen radikalen Wechsel!» (Partei der Arbeit)
  • «humanistisch. liberal. progressiv» (Piratenpartei)
  • «Schweizer – wehrt Euch!» (SD)
  • «Für alle statt für wenige» (SP)
  • « für Freiheit und Sicherheit» (SVP)
  • «Unser Land – unsre Werte» (EDU)

 

Die EDU freut sich und hat Grund zur Dankbarkeit: Andreas Gafner aus Oberwil ist gewählter Nationalrat.

 

Am Wahlsonntag trafen sich die EDU-Leute in Münsingen und verfolgten mit Spannung das Eintreffen der Resultate aus den Berner Gemeinden. Der Standpunkt hat – nach Bekanntgabe des Wahlerfolges – verschiedene Leute um kurze Äusserungen und Einschätzungen gebeten. Lesen Sie, wie die Befragten den «Wahlkrimi» erlebt haben.

Interview mit Andreas Gafner

Andreas, Gratulation zu deiner Wahl als EDU-Nationalrat. Wie fühlst du dich?
Ich bin gerade etwas aufgeregt. Natürlich freue ich mich sehr.

Wie hast du die letzten Tage vor den Wahlen erlebt?
Die letzten Tage waren ziemlich entspannt, ich kümmerte mich um die Arbeit auf dem Betrieb, es lief gut. Wahlveranstaltungen habe ich kurz vor den Wahlen keine mehr besucht. Meine Kommunikation über Social Media habe ich weitergeführt.

Welche Rückmeldungen hast du zu deinen Mitteilungen in den Social Media erhalten?
Ich habe positive Nachrichten erhalten. Ich erhielt unter anderem die Rückmeldung, dass ich es mit der Anzahl der Nachrichten von meiner Seite nicht übertrieben habe.

Worauf freust du dich im Blick auf dein neues Mandat?
Die erste Session wird spannend werden. Da finden die Bundesratswahlen statt. Ich beschäftige mich auch mit der Frage, wie ich meine Arbeit im Nationalrat aufgleisen werde. Ich möchte nicht als Einzelkämpfer im Rat sitzen. Mich zieht es zur Kommissionsarbeit. Das Reden im Plenum liegt mir weniger.

Wovor hast du Respekt?
Vor dem zeitlichen Aufwand. Und vor den Erwartungen. Dies ist schwierig abzuschätzen. Der Gafner, der sollte dies, der sollte das – ich kann mir denken, dass viele Leute von mir einiges erwarten.

Wie wirst du dich mit Familie, Landwirtschaftsbetrieb und Nationalratsmandat organisieren?
Das ist eine Herausforderung. Bei einem Nebenjob kann ich sicher mein Pensum reduzieren. Die Winter- und die Frühjahrssession sind von unserem Betrieb her gesehen unproblematisch. Kritisch wird es in der Sommersession, da sich dort in der Landwirtschaft die höchsten Arbeitsspitzen ergeben. Ich werde mich nach einer Aushilfe umsehen und nach Möglichkeit einen Stellvertreter in Teilzeit anstellen.
 
Wie ist deine Haltung gegenüber der in diesen Wahlen wichtigen Thematik des Klimawandels?
Aus meiner Sicht wird dieses Thema überbewertet. Es ist gut, Sorge zur Schöpfung zu tragen. Was jetzt in Sachen Klimabewegung gelaufen ist, verstehe ich als Ersatzreligion in einer atheistischen Gesellschaft. In diesem Bereich möchte ich nicht auf Druck und Zwang, sondern vielmehr auf Anreize und Eigenverantwortung setzen.

Fragen an Kathrin Gafner

Kathrin, dein Mann Andreas ist neu gewählter Nationalrat. Was geht dir durch den Kopf?
Einerseits Freude, dass die EDU den Sitz gemacht hat. Andererseits habe ich ein bisschen gemischte Gefühle. Mir gehen einige Fragen durch den Kopf. Wie genau handhaben wir das mit dem Betrieb, wie wird sich das auf die Familie auswirken? Aber wir schaffen das. Wir dürfen mit der Hilfe des himmlischen Vaters rechnen. Und wir wissen, dass die EDU uns tatkräftig unterstützen wird.

Was wünschst du deinem Mann für sein neues Amt?
Viel Kraft und Zuversicht, Unterstützung von vielen Seiten. Dass er zu dem stehen kann, was seine Anliegen und Werte sind.

Einschätzung von Samuel Kullmann

Samuel, wie war dein Stimmungsverlauf in den letzten Stunden?
Grundsätzlich war ich zuversichtlich. Die ersten Resultate sahen zunächst gut aus, dann weniger, dann wieder besser. Es war knapper als mir lieb war.

Inwiefern konnte die EDU nun von der Listenverbindung profitieren?
Die EDU hat den Sitz gemacht. Ich muss auch klar sagen: Ohne Listenverbindung wäre dies nicht möglich gewesen.

Was hat dich am Wahlverlauf positiv überrascht?
Die EDU hat mit -0,4 Prozent nur wenig Wähleranteil verloren. Dies, obwohl es mehr Konkurrenz gab, uns immer weniger Stammwählerinnen und Wähler den Sitzgewinn zutrauten und trotz dem politischen Erdbeben, das durch die Klimadebatte ausgelöst wurde.

Die massiven Gewinne der Grünen und Grünliberalen wertest du als politisches Erdbeben?
Ja, eine solch grosse Verschiebung der Sitzzahl gab es zuletzt vor genau 100 Jahren als das Proporzwahlrecht eingeführt wurde und die FDP die Hälfte ihrer Sitze verlor.

Was hat dich enttäuscht?
In anderen Kantonen haben mehrere christliche Parlamentarier ihre Wiederwahl verpasst, andere wurden gar nicht erst gewählt, obwohl es eigentlich im Bereich des Möglichen lag. Ich wünsche mir, dass noch mehr Christen realisieren, wie wichtig ihre Stimme ist und dass sie sich bewusst sind, welch ein Privileg das Wahlrecht ist. Hätten wir – oder unsere Partner – 815 Wähler weniger gehabt, hätte es auch dieses Mal für die EDU nicht gereicht.

Wie sieht nun das weitere Vorgehen der EDU im Blick auf das gewonnene Nationalratsmandat aus?
Die wichtigste Frage wird sein: Wird Andreas Gafner sich einer Fraktion anschliessen? Wenn ja, welcher? Wenn er sich einer Fraktion anschliesst, in welcher Kommission wird er Einsitz nehmen? Weiter müssen wir bereits jetzt vorausdenken. Wie wollen wir in vier Jahren unseren Sitz verteidigen?

Welche Wahlresultate der anderen Parteien haben dich überrascht?
Vieles hat auf ein starkes Abschneiden der grünen Parteien hingedeutet, dass es in diesem Ausmass ausfallen würde, hat wohl niemand kommen sehen. Und da das Ganze ein Nullsummenspiel ist, mussten die Verluste bei praktisch allen anderen Parteien auch höher ausfallen als erwartet.

 

Fragen an Jakob Schwarz

Jakob, wie war dein Stimmungsverlauf in den letzten Stunden?
Hoch und tief. Ich bin erschrocken über die geringe Stimmbeteiligung im Berner Oberland. Da kamen bei mir Bedenken auf, dass uns die Stadt Bern mit dem Gewicht ihrer Stimmen einmal mehr überflügelt.

Welche deiner Erwartungen im Blick auf die Wahlen wurden erfüllt?
Dass unser Listenpartner 5G ade! aufgrund des Themas und der Medienpräsenz stark abschneiden würde, habe ich erwartet. Ich hatte auch erwartet, dass der Wähleranteil der EDU Kanton Bern zurückgehen würde. Vor den Wahlen wurde ich von einigen Leuten gefragt, ob die EDU denn diesmal den Sitzgewinn schaffe. Diese Personen hatten Bedenken, dass ihre Stimmen verloren gehen könnten, sollte die EDU mit ihren Listenpartnern nicht Erfolg haben. In diesem Fall, so die Überlegung vieler dieser Personen, würden sie ihre Stimme eher der SVP geben.

Was hat dich positiv überrascht?
Die Listenverbindung und insbesondere die Zusatzliste der Musketiere. Diese hat besser abgeschnitten als erwartet.

Wie sieht die kommende Zusammenarbeit zwischen den EDU-Kantonalparteien und Andreas Gafner als EDU-Nationalrat aus?
Wir haben eine neue Situation, da müssen wir den richtigen Weg noch  finden. Wir werden sicher Andreas unterstützen, wo und wie wir nur können. Natürlich hängt es auch von ihm ab, wie viel Unterstützung er braucht.

Was wünschst du Andreas Gafner für sein neues Amt?
Ich wünsche ihm viel Kraft und Durchhaltewillen. Er ist neu im Parlament, da wird viel Neues auf ihn zukommen und ihm viel abverlangen. Ich hoffe, dass er in einer guten Fraktion Anschluss findet.

3 Fragen an Peter Bonsack

Peter, wie war dein Stimmungsverlauf in den letzten Stunden?
Ich habe genau gewusst, dass es knapp wird, hoffte aber stets, dass es reicht. Es sind mehr Parteien angetreten als bei den vergangenen Wahlen. Die Konkurrenz war gross.

Und was geht dir jetzt nach Bekanntgabe des Sitzgewinns durch den Kopf?
In erster Linie bin ich froh und dankbar, dass wir den Sitz wieder gemacht haben. Das ist für mich eine Freude. Gleichzeitig ist es eine Verpflichtung. Wir sind jetzt wieder Teil des Parlaments. Wir können im Nationalrat Vorstösse einreichen, die Medien berichten darüber. Ich glaube auch, dass dieser Erfolg der EDU als Partei wieder Au rieb gibt.

Was wünschst du Andreas Gafner für sein neues Amt?
Ich habe ihm alles Gute, Gottes Segen und Kraft gewünscht. Ohne das geht es nicht. Andreas wird jetzt in diese Arbeit «hineingeworfen». Ich bin zuversichtlich, dass er sich gut einarbeiten wird.

 

*****

 

Beten bewegt

 Sonja Steinmann

1. Mose 24,56: «Haltet mich nicht auf, denn der Herr hat Gnade zu meiner Reise gegeben.»


EDU-Fraktion:

Jakob Schwarz, Katharina Baumann, Ernst Tanner, Hansueli Grädel und Samuel Kullmann. Der Herr schenke euch Weitsicht und Ausdauer. Nationalratswahlen: Lob und Dank für den Sitzgewinn, für alle Vorarbeiten und Folgerungen.


Andreas Gafner:

Unser EDU-Nationalrat soll gesegnet sein durch unseren Herrn, Jesus Christus, in all seinem Tun und Sein. Schutz und Bewahrung für Familie und Betrieb.


Erkennen und umsetzen:

Gott gibt uns Impulse und Aufträge. Er traut uns die Aufgaben zu. Wir wollen sie ausführen und nicht auf halber Strecke davonlaufen oder aufgeben.


Haltet mich nicht auf:

Abrahams Diener hatte einen Auftrag, den er gewissenhaft erfüllen wollte. Werden auch wir ermutigt von solchen Haltungen. In all unseren Ämtern und Aufgaben sieht Gott eine Berufung für uns. Segen und Bewahrung für unsere Ehen und Familien.

 

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