Wahlen
Rückblick Grossratswahlen 2026

Das Resultat der Grossratswahlen vom 29. März 2026 stimmt mich glücklich aber auch nachdenklich. Die EDU konnte merklich zulegen und dennoch war es für meinen Geschmack doch etwas zu knapp in einigen Wahlkreisen. Die Abhängigkeit vom Abschneiden von Listenverbindungspartnern ist klar zum Vorschein gekommen. Das und die Höhe der Wahlbeteiligung macht die Wahlen aus menschlicher Sicht zu einer Lotterie.
Benjamin Carisch, Präsident EDU Kanton Bern
Glücklicherweise dürfen wir unsere Hoffnung auf Gott setzen, im Wissen, dass er die Geschehnisse leitet und führt. Zudem durften wir auch an diesen Wahlen erneut auf viele engagierte Helferinnen und Helfer zählen, die sich in den Wahlkreisen ins Zeug gelegt haben. Unsere Listen waren voll mit Personen, welche in Ihrem Umfeld und nach ihren Möglichkeiten mitgeholfen haben. Es ging nicht nur darum, die bisherigen zu stützen, sondern auch zusätzliche Sitze zu gewinnen. Ein ambitioniertes Ziel, welches dank der hohen Motivation von vielen zur Möglichkeit wurde.
Ich bin dankbar für den Ausgang der Wahlen und es erfüllt mich mit Demut zu sehen, wie knapp es da und dort war. Unsere acht Sitze sind nicht selbstverständlich, weshalb wir jetzt erst recht dran bleiben müssen. Sei dies in den Orts- und Regionalparteien oder bei den Mitgliedern und Sympathisanten – wir müssen Präsent und Relevant bleiben, damit wir den Schwung beibehalten können.
Die nächsten Wahlen sind eben nicht erst in vier Jahren, sondern an einigen Orten vielleicht schon in wenigen Monaten. Als EDU möchten wir uns politisch engagieren und mithelfen der Stadt bestes zu suchen. Das geschieht im kleinen und all zu oft auch im Hintergrund.
Ich bin überzeugt, dass wir weiter aus dem Schatten treten dürfen und als echtes Gegenüber wahrgenommen werden können. Es gilt nun auch die Medienarbeit auszubauen, um auch vom Volk wahrgenommen zu werden. Ich bin überzeugt mit Gottes Hilfe und unserem Engagement erhalten wir mehr Einfluss.
Vielen Dank an all eure Gebete, Taten, Gaben und Unterstützung!
Grosser Wahlerfolg dank knappen Sitzgewinnen
Im Schweizer Teil des EDU-Standpunkts habe ich bereits einen ausführlichen Wahlrückblick gegeben. Dieser wird hier mit zusätzlichen Details zu den Ergebnissen in den Wahlkreisen ergänzt. Eine vertiefte Analyse zeigt: Vier der acht EDU-Sitze wurden knapp gewonnen, während die EVP gleich drei Sitze nur äusserst knapp verlor.
Samuel Kullmann, Wahlleiter
Gesamtkantonal ist das Bild klar: Die EDU steigert ihren Wähleranteil von 4,0 % auf 4,8 % und gewinnt zwei Mandate. Doch das Resultat hätte auch anders ausfallen können: Trotz Stimmenzuwachs hätte die EDU unter ungünstigen Umständen mehrere Sitze verlieren können. Insgesamt gab es bei EDU und EVP sieben äusserst knappe Ergebnisse, bei denen weniger als 100 Wähler über Gewinn oder Verlust eines Sitzes entschieden. Für die EDU gingen vier dieser Ergebnisse positiv aus: Sitze im Emmental und Oberaargau wurden verteidigt, der zweite Sitz im Oberland gesichert und ein Sitz im Berner Jura hinzugewonnen. Bei der EVP hingegen fielen alle knappen Entscheide negativ aus.

Ein Bild aus der Fussballwelt verdeutlicht dies: Die EDU trifft viermal die Torumrandung – und jedes Mal wird der Ball noch ins Tor abgelenkt. Die EVP trifft dreimal das Aluminium, ohne zu treffen. Dieses Ergebnis erfüllt uns mit Dankbarkeit und Demut. Es zeigt zugleich, wie entscheidend ein faires Wahlsystem ist. Ein entsprechender Vorstoss wird zu meinen ersten Anliegen in der neuen Legislaturperiode gehören.
Ein Blick in die Wahlkreise:
Oberland: Dominik Blatti (5’580 Stimmen) und Willy Schranz (5’127 Stimmen) erzielen bei ihrer persönlichen Stimmenzahl einen neuen Rekord. Noch nie haben Grossratsmitglieder der EDU so viele persönliche Stimmen erzielt. Erster Ersatz ist der landwirtschaftliche Betriebsleiter Daniel Abplanalp, der im Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli, wo die EDU am wenigsten stark ist, wichtige Stimmen sammeln konnte.
Thun: Dank einer weiteren Steigerung des Wähleranteils kam die EDU-Liste in die Nähe eines zweiten Sitzes. Dafür hätten wir 327 zusätzliche Wähler gebraucht – oder 75, wären wir eine Listenverbindung mit der Bürgerlichen Stadt- und Landliste eingegangen. Delila Gafner erreichte mit einem super Ergebnis von 2’422 Stimmen den ersten Ersatzplatz und steigerte ihre persönliche Stimmenzahl um 46 %. Mit grosser Dankbarkeit nehme ich mein persönliches Ergebnis von 3’282 Stimmen entgegen.
Mittelland-Süd: Katharina Baumann konnte ihre persönliche Stimmenzahl erneut deutlich steigern. Mit 4’277 Stimmen war sie die Kandidatin, die in ihrem Wahlkreis am viertmeisten Panaschierstimmen (Stimmen von Wählern anderer Parteien) erhielt. Wie bereits 2018 und 2022 erreichte Martin Stucki den ersten Ersatzplatz.
Emmental: Der Rücktritt von Ernst Tanner hinterliess für die EDU Emmental eine grosse Lücke. Barbara Maurer erreichte fast 1’000 Stimmen mehr als 2022 und schaffte ihre erste Wiederwahl. Zum dritten Mal in Folge erreichte Markus Fankhauser (1’480 Stimmen) den ersten Ersatzplatz.
Oberaargau: Hansueli Grädel (2’086 Stimmen) wurde zum dritten Mal wiedergewählt, auch dank der Tatsache, dass der Wähleranteil im Oberaargau stetig gesteigert werden konnte. Alexander Grädel machte mit 1’349 Stimmen den klaren zweiten Platz.
Biel-Seeland: Zuletzt hatten wir zwischen 2010 und 2014 einen Sitz in diesem Wahlkreis. Der Parteiübertritt von Bruno Martin brachte den notwendigen Schub, dass die EDU ihren Wähleranteil von 2,0 % auf 3,2 % deutlich steigern konnte und mit Hilfe der Listenverbindung den Sitz komfortabel gewann. Mit 3’198 Stimmen erreichte Bruno ein sehr gutes persönliches Ergebnis. Beatrice Biedermann machte mit 1’348 Stimmen den zweiten Platz.
Berner Jura: Kaum jemand dürfte damit gerechnet haben, was in diesem Wahlkreis passiert ist. Obschon die EVP ihren Wähleranteil von 4,7 % auf 5,2 % steigern kann, wird sie von der EDU-Liste überholt, die innerhalb einer Wahl von 3,0 % auf 5,8 % springt. Bernard Gafner wird mit 768 Stimmen gewählt und mit 1’453 Stimmen im bernjurassischen Rat bestätigt. Er entscheidet sich seine Kräfte auf das zweite Mandat zu konzentrieren und lässt der 14 Jahre jüngeren Simone Schnegg (674 Stimmen) den Vortritt im Grossen Rat.
Mittelland-Nord: Die EDU konnte in diesem Wahlkreis ihre Stimmenzahl um 40 % ausbauen und ihren Wähleranteil von 1,7 % auf 2,3 %. Leider haben für den Sitzgewinn trotzdem 355 Wähler gefehlt – trotz der Listenverbindung gelang es nicht, die Wahlhürde von 4,3 % zu erreichen.
Stadt Bern: Hier hat die EDU ein «auswärtiges Talent» als Spitzenkandidaten verpflichtet. Der langjährige Thuner Stadtrat und ehemaliger SCB-Profi Manfred Locher (824 Stimmen) trat in der Stadt Bern an – primär um mit den EDU-Stimmen das bürgerliche Lager zu stärken. Dank den EDU-Stimmen hätte die SVP fast einen zweiten Sitz erreicht – es fehlten nur 54 Wähler dafür. Nun gingen jedoch 14 von 20 Sitze im Wahlkreis an Links-Grün – wohl ein neuer Rekordwert für die Stadt Bern.
Die EDU tritt mit 150 Kandidatinnen und Kandidaten in allen 9 Wahlkreisen an. Hier finden Sie die Links zu unseren Listen und unseren politischen Schwerpunkten:
Die EDU trat mit folgenden Listen zu den Grossratswahlen 2026 an:
Am 29. März 2026 finden die Grossrats- und Regierungsratswahlen des Kantons Bern statt. Verpassen Sie auf keinen Fall unsere Anlässe.
Vor vier Jahren konnte die EDU dank eines höheren Wähleranteils und geschickter Listenverbindungen einen zusätzlichen sechsten Sitz gewinnen. Während der laufenden Legislatur durfte unsere Fraktion durch einen Parteiübertritt sogar auf sieben Mitglieder anwachsen.

Präsident EDU Kanton Bern
Die EDU Kanton Bern hat in den letzten Jahren bei kommunalen und nationalen Wahlen zulegen können. Unsere Wählerbasis ist gewachsen und wir konnten an Mitgliedern zulegen. Dies stimmt uns sehr zuversichtlich für die Grossratswahlen. So erwarten wir, dass wir in allen Regionen erneut zulegen dürfen.
Dafür sprechen auch die bereits feststehenden Listen von Kandidierenden der Wahlkreise. Die Listen sind voll mit motivierten Personen, welche sich für die EDU zur Verfügung stellen und unserem Kanton und den Bürgerinnen und Bürgern dienen möchten.
Die sieben Sitze sind nur dann garantiert, wenn auch wirklich alle Wählerinnen und Wähler der EDU Kanton Bern am 29. März 2026 an die Urne gehen und die unveränderten EDU-Listen einwerfen. Dann liegt sogar noch die eine oder andere Überraschung drin.
Unser Ziel ist es die Fraktion weiter zu stärken und zu erweitern. Die EDU wird innerhalb des Grossen Rats als verlässliche Partnerin wahrgenommen, kann häufig mit vernünftigen Lösungen trumpfen und so auch Brücken schlagen zwischen den Parteien. Dank dieser guten Zusammenarbeit konnten die Fraktionsmitglieder in den letzten Jahren immer wieder wichtige Posten innerhalb der Kommissionen einnehmen. Mit Katharina Baumann hat die EDU zum ersten Mal eine Vertretung im Ratsbüro. Sie darf seit dieser Legislatur das zweite Vizepräsidium innehaben.
Die EDU Kanton Bern verzichtet erneut auf eine Regierungsratskandidatur, um die bürgerliche Regierung zu stärken. Wie wichtig diese bürgerliche Mehrheit ist, zeigt sich in den guten Erfolgen der letzten Jahre. So konnte endlich ein Steuerentlastungspaket für den Kanton Bern geschnürt werden, damit die hohen Ausgaben der Bürgerinnen und Bürger unseres wunderschönen Kantons etwas gesenkt werden können. Wir empfehlen dringend das bürgerliche «Fünfer-Ticket» in Globo zu wählen ohne weitere Personen auf die Liste zu setzen.
Der Erfolg für die kommenden Wahlen wird nur möglich mit Ihrer Hilfe. Gerade bei kleineren Parteien trifft die Aussage «jede Stimme zählt!» umso mehr. Deshalb bitten wir Sie schon heute in Ihrem Umfeld für die EDU Werbung zu machen und dann am 29. März 2026 die unveränderte EDU-Liste in Ihrem Wahlkreis einzuwerfen.











